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“Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Mann, der eine kostbare Perle findet. 
Er verkauft alles was er hat und kauft die Perle.“ Mt 13, 45-46

Ausgehend von dieser Evangeliumsstelle führten uns die polnischen Schwestern heute an diesem dritten Tag in das Morgengebet. Anschließend arbeiteten wir in kleinen Gruppen und sprachen über unsere Reflexionen der gestrigen Plenumsgespräche, um so unser Verständnis für die Einheitsberichte zu vertiefen. In unseren Überlegungen bezogen wir uns auf folgende Aspekte: Was stärkt oder schwächt unsere Solidarität, Leben und Hoffnung in unserem Sein als Salvatorianerinnen und in unseren Salvatorianischen Aufgaben. 

Nach diesem bereichernden Austausch in der Vielfalt der Sprachen und Kulturen der Kapitelteilnehmerinnen, setzten wir die Plenumsgespräche zwischen Pater Libanio und den Schwestern aus Ungarn, Polen, Südtirol, Sri Lanka und Tansania fort. Das erste Thema, das genannt wurde, waren die positiven bzw. negativen Aspekte der ehemals kommunistischen Gesellschaften in Polen und Ungarn, die sich in einem Übergang zu einem neoliberalen, kapitalistischen westlichen System befinden. Die Schwestern von Sri Lanka erzählten von ihren Erfahrungen mit dem Tsunami 2004 und den daraus resultierenden Erkenntnissen durch die Arbeit mit den Opfern dieser Katastrophe. Nach wie vor leben die Schwestern solidarisch mit den Menschen, die nun noch zusätzlich unter dem Bürgerkrieg leiden. 

Darüber hinaus wurden gemeinsam mit diesen Einheiten noch folgende Themen analysiert: Der Unterschied zwischen westlichen Formen des Ordenslebens und den damit verbundenen kulturellen Prägungen und der Inkulturation des Christlichen Glaubens. Ausbildung und Salvatorianisches Ordensleben in den Ländern und Kulturen, in denen wir präsent sind. Die Suche nach dem Sinn des Lebens in modernen Gesellschaften, die dem Christlichen Glauben keine Bedeutung zumessen. Interreligiöser Dialog zwischen Christen, Muslimen, Buddhisten, Hindus und afrikanischen religiösen Traditionen. 

Am Nachmittag unterhielten sich Schwestern weiterer Einheiten mit Pater Libanio. Italien, die Demokratische Republik Kongo, England, die Region Heilig Land, Indien, Malaysien und Taiwan. Sie versuchten folgende Themen zu analysieren und tiefer zu verstehen: Das Phänomen „des Ortswechsels“ des Christentums vom Norden in den Süden, von der sogenannten 1. Welt, wo es sich zuerst etabliert hatte, in die sogenannte 3. bzw. 4. Welt. Das Entstehen von Minderheiten und nicht westlichen Kulturen. Der Unterschied zwischen westlicher und östlicher Denkart von Welt und ihre Wege sich auf die Natur zu beziehen. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog in asiatischen Ländern wie Taiwan, Pakistan, Malaysien und Indien.

Ein weiteres Thema, das behandelt wurde, war die Frage, wie Versöhnung in Ländern, die durch so schwierige Konflikte gehen, wie der Nahe Osten, geschehen kann. Pater Libanio fragte besonders Schwester Damiana Zoczek, wie Hoffnung im Kongo gelebt werden kann, angesichts des Leidens der Bevölkerung auf Grund des ständigen Krieges. Sie sprach von der Freude der Menschen und deren Willen, zu überleben, sowie vom Potential der Jugend und dem Reichtum des Landes. Sr. Damiana konnte erst gestern zum Kapitel kommen und unsere kongolesischen Schwestern haben immer noch nicht ihr Visa erhalten, um den Kongo verlassen zu können. Zur Zeit ist die politische Situation dort sehr angespannt, aber wir hoffen, dass sie noch diese Woche in Rom ankommen werden.

Wir haben den Tag wieder mit einer Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Pater Libanio abgeschlossen. In der Predigt präsentierten die Schwestern von den Philippinen und den USA ihre Logos. 

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