Therese von Wüllenweber
Selige Maria von den Aposteln
Mitgründerin der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Heiland
Jubiläum - 100. Todestag
+ 25. Dezember 1907 in Rom
geb. am 19. Febr. 1833 auf Schloss Myllendonk/Rheinland (Deutschland.)
Als adelige junge Frau bekam sie eine gute Ausbildung, wozu die französische Sprache, auch Englisch und etwas Italienisch gehörte. Ihr Blick öffnete sich für die weltweite Not der Menschen.
Therese schätzte als großes Glück, an Gott und seine Liebe zu allen Menschen glauben zu dürfen. Sie war erfüllt von dem Geheimnis, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, einer von uns. Voller Freude an Gott und dankbar fand sie im Glauben Sinn und Zuversicht für ihr Leben.
Die Heilige Schrift war ihr Lebensbuch. Darin berührte sie tief die Botschaft: „Frauen, die mit den Aposteln Jesus begleiteten“. Eine von diesen apostolischen Frauen wollte sie sein, in einer Zeit, als Frauen nur die Möglichkeit zu karitativen Werken hatten. Die tiefe Sehnsucht ihres Herzens blieb fortan: Frauen und Männer gemeinsam als Apostel und Apostolinnen mit Jesus unterwegs zu den vielen Menschen, die die Menschenliebe Gottes nicht kennen.
Auf ihr Erbe als Schlossherrin verzichtete sie dafür gern, denn das Wort ihrer Namenspatronin Teresa von Avila: „Gott allein genügt“ hatte sie sich zu eigen gemacht. Es drängte in ihr die Sehnsucht, suchende und leidende Menschen die Güte und Liebe Gottes erfahren zu lassen.
Therese war überzeugt, dass Gott selbst ihr diese Sehnsucht ins Herz gelegt hatte. Sie blieb ihr treu, suchte sie zu verwirklichen, scheute keine Versuche. Gott führte sie auf diesen scheinbar „krummen Wegen“: Sie bekam eine gute Ordensausbildung, konnte jedoch nicht bleiben. Sie suchte und suchte weiter, wach und achtsam – bis ihr Blick schließlich auf eine kleine Zeitungsannonce fiel und ihr Herz wusste: „Das ist es!“ Jetzt endlich erfüllte sich ihre Gewissheit, dass Gott ihr den Weg zeigen werde. Inzwischen war sie 49 Jahre alt.
Diese Annonce führte zur Begegnung mit P. Franziskus Jordan, dem Gründer der Salvatorianer. Nach erneuten „Umwegen“ gründete er mit ihr schließlich am 8. Dezember 1888 in Tivoli bei Rom die Schwesterngemeinschaft der Salvatorianerinnen. Schwestern und Brüder gemeinsam im Dienste Jesu unter den Menschen! Von nun an hieß sie „Schwester Maria von den Aposteln“.
Noch mit 56 Jahren machte sie sich voller Gottvertrauen auf in ein ungewohntes und von äußerster Armut gekennzeichnetes Leben in Tivoli. Sie konnte nicht selbst als Missionarin hinausziehen, wurde sie doch als Oberin und Erzieherin der Nachkommenden gebraucht. Sie bildete nun „Apostolinnen Jesu Christi“ aus und sandte diese hinaus. Maria von den Aposteln tat dies mit apostolischem Eifer und einem frohen, großmütigen Herzen.
Bereits nach 2 Jahren wurden die ersten Schwestern nach Assam/Nordostindien gesandt. Bei ihrem Tod am 25. Dez. 1907 war die Gemeinschaft auf 165 Schwestern angewachsen, die in 27 Niederlassungen in verschiedenen Ländern Europas, in Nordostindien und Nordamerika lebten.
Heute zählt die Gemeinschaft etwa 1250 Salvatorianerinnen in 28 Ländern der Erde. Die Schwestern leben mitten unter den armen und leidenden Menschen, um mit ihnen Gottes Güte und Liebe zu erfahren und ihnen lebendige Hoffnung zu schenken.
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![]() Maria of the Apostles in Tivoli |