Initiativen für soziale Gerechtigkeit (JPIC) der Salvatorianerinnen in Österreich
Seit vielen Jahren beschäftigt sich jeweils eine Gruppe von Schwestern mit den Anliegen für Soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Derzeit gehören dieser Arbeitsgruppe sieben Schwestern an. Der derzeitige Name „Kultur der Solidarität und Soziale Gerechtigkeit“ erinnert an eine der drei Prioritäten des letzten Generalkapitels und ist gleichzeitig das „Programm“ für unsere Arbeit.
Folgende Initiativen zur Bewusstseinsbildung und konkrete Aktionen sollen Einblick geben, wie sich die Arbeitsgruppe und viele andere Schwestern in der Provinz für JPIC engagieren:
· Einsatz für Migranten und Migrantinnen, denen „Abschiebung“ droht. Ein konkretes Beispiel: Unterschriftenaktion für das Bleiberecht einer Flüchtlingsfamilie aus dem Kosovo, die seit 9 Jahren in Mariazell lebt. Im Juni 2007 wurde auf Grund des Österreichischen Fremdenrechtes das Bleiberecht für diese Familie entzogen. Durch unsere Intervention bei Regierung mit Unterschriftenaktionen haben wir dazu beigetragen, dass die Familie in Österreich bleiben kann.
· Das Projekt: „Sozialgeburt“ in unserem Krankenhaus, welche mittellose schwangere Frauen unterstützt.
· Organisation von Weiterbildungsveranstaltungen für Schwestern und andere interessierte Menschen wie z.B. ein Vortrag zum Thema Menschenrechte anlässlich 60 Jahre Menschenrechte und andere Ereignisse in Welt, Politik und Gesellschaft.
· Teilnahme an der Straßensammlung für Amnesty International und an Schweigemärschen für Frieden und Gerechtigkeit, z.B. Christian Solidarity International (CSI)
· Bewusster Einkauf von Nahrungsmitteln (Fleisch, Eier) aus einer tiergerechten Haltung, wie auch von inländischen und Fair-Trade Produkten.
· Sorge für unsere Umwelt durch sorgfältige Mülltrennung.
· Beteiligung an zahlreichen Unterschriftenaktionen: „Rettet den Regenwald“, gegen Folter, etc.
· Einen neuen Schwerpunkt bildet bewusstes Auftreten gegen Menschen- bzw. Frauenhandel. Am 18. Oktober 2009 begingen wir den Europäischen Tag gegen Menschenhandel. Aus diesem Anlass haben wir Sr. Eugenia Bonetti, Consolata Missionarin, aus Rom nach Wien eingeladen. Sie ist die nationale Koordinatorin der Italienischen Konferenz der Ordensfrauen im Kampf gegen Menschenhandel. Während ihres Aufenthaltes in Wien vom 17.-23.10.2009 hat sie mehrere Vorträge gehalten und Interviews gegeben. Das Leitthema war “Objection to human trafficking as violation of human rights!” The Global phenomenon and Causes of Trafficking of Women and Children for Sexual Exploitation. (“Einspruch gegen Menschenhandel als Verletzung der Menschenrechte“. Das weltweite Phänomen und Ursachen für den Handel mit Frauen und Kindern für sexuelle Ausbeutung.) Viele Menschen haben an den von uns Salvatorianerinnen organisierten oder den in Zusammenarbeit mit anderen christlichen Organisationen wie Katholische Aktion Österreich, Forum: Beziehung, Ehe, Familie und Justitia et Pax organisierten Veranstaltungen teilgenommen.
Wir möchten uns Zeit nehmen, um persönlich und als Gemeinschaft darüber nachzudenken, was es für uns Salvatorianerinnen heißt, eine Kultur der Solidarität zu leben, sowie Soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen. Wir möchten uns in unserem Engagement für die Verteidigung des Lebens und der Menschenrechte gegenseitig bestärken, ermutigen und weiterhin aktiv einsetzen.
Sr. Dominika Zelent, sds
dominika.zelent@ salvatorianerinnen.at
Koordinatorin der Gruppe und Kontaktperson zur Provinzleitung.