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Liebe Mitschwestern, liebe Besucher der Homepage.
Heute, am Morgen des 15. Februar haben wir, die Schwestern des Göttlichen Heilands, den Kongregationsrat eröffnet, ein internationales Treffen der Leiterinnen aus 20 verschiedenen Einheiten. Dazu kommen noch die 6 Schwestern des Generalates sowie jene, die übersetzen oder andere Dienste übernommen haben. Der Ort unseres Treffens: “Ahu Event Center” in Curitiba, Brasilien.
Am Anfang stand das Willkommen durch die Leiterinnen der beiden brasilianischen Provinzen, Santa Catarina und São Paulo. Sie präsentierten zwei Symbole, die ihre Freude, Gastgeberinnen dieses Treffen zu sein, zum Ausdruck bringen.
Das erste Symbol ist ein “Regenbogen” in den Farben der 5 Kontinente, der unsere Vielfalt und Universalität zeigt. Das zweite zeigt sich in einer Geste des Willkommens, indem die Hände jeder Teilnehmerin mit wohlriechendem Duft, einer Essenz heimischer Pflanzen, gesalbt wurde. Salvatorianerinnen aus den nahegelegenen Gemeinschaften in São José dos Pinhais, einer Stadt in der Nähe von Curitiba, gestalteten das Eröffnungsgebet. Sie trugen jene Zeichen in die “Welt des Regenbogens”, die für uns wichtig sind – ein Bild Jesu, des Heilands der Welt, die Bibel – das Wort Gottes, das uns Weisung gibt, und eine Statue der Gottesmutter Maria – die mit ihrem “JA” die Welt verändert hat. Und schließlich fand die Bitte um das Wirken des Geistes für unser Treffen ihren Ausdruck in einem Tanz.
Anschließend hat Sr. Therezinha Rasera offiziell das Treffen eröffnet und erinnert an das Thema: “Salvatorianisches Leben auf dem Weg in die Zukunft” und an die Anfänge dieses Prozesses in der Kongregation. Auf diese Weise überdenken wir unsere internen Organisationsstrukturen, unseren Lebensstil, unsere Sendung und unsere salvatorianische Spiritualität, damit wir jene Veränderungen vornehmen können, die uns helfen als Salvatorianerinnen mystisch und prophetisch zu leben.
In manchen Ländern trägt der Prozess den Untertitel: “salvatorianisches Leben in die Zukunft weben”. Sr. Therezinha weist darauf hin, dass die Arbeit des “Webens” schwierig ist und besondere Aufmerksamkeit verlangt, damit die Fäden alle richtig verlaufen. In gleicher Weise arbeiten wir Salvatorianerinnen als “Weberinnen” in unserer gegenwärtigen Zeit und unserer Zukunft – so dass unser Leben für die Kirche und die Welt Bedeutung gewinnt.Dieser Morgen war vor allem dem Kennenlernen gewidmet. Wir machten uns bewusst, wie viele verschiedene Kulturen, Sprachen, Lebensalter, Berufe, Erfahrungen im Ordensleben bzw. Leitungserfahrungen durch uns gegenwärtig sind.
Am Nachmittag ging es dann schon an die ersten Berichte aus Ungarn und Tanzania. Es war ein guter und begeisterter Start in diese 3 Wochen, die wir hier gemeinsam verbringen werden – einander zuhören werden, teilen, was uns bewegt, überlegen – und mit einander träumen werden – auf unserem Weg als Salvatorianerinnen in die Zukunft.



Kongregationsrat
Donnerstag, 18. Februar – die vergangenen drei Tage haben uns kreuz und quer über den Globus geführt. Wir hatten die Berichte der verschiedenen Einheiten vorweg schriftlich erhalten. Sie erhielten nun aber Leben, Fleisch und Blut, durch das persönliche Erzählen der Schwestern. So kamen wir nach Kolumbien, in die Philippinen, in den Kongo, nach Polen, Belgien, Indien, Brasilien – Provinz Sao Paulo, in die USA, nach Südtirol, Rom und ins Heilige Land.
Aus den Nachrichten sind uns so manche Situationen vertraut, aber diese persönlichen Berichte machen auf neue Weise betroffen. In so vielen Ländern herrscht Armut und Gewalt. Und zugleich wird das ermutigende Zeugnis der Schwestern in all diesen vielfältigen Realitäten deutlich.
In vier Arbeitsgruppen tauschen wir uns über die Berichte aus – jeweils aus einem der folgenden Blickwinkel: Organisation, Sendung, Lebensstil oder Salvatorianische Spiritualität. Die berichtenden Schwestern kommen in die Gruppen und so ergibt sich die Gelegenheit, nachzufragen und noch mehr Hintergrundinformationen zu erhalten. Die Gruppen geben dann im Plenum Rückmeldung – auch mit ganz konkreten Vorschlägen. Diese können dann nochmals auf diese Vorschläge reagieren: was ist für sie hilfreich – und was nehmen sie lieber nicht auf. Bis jetzt erwies sich das Feedback der Schwestern als sehr hilfreich.
Durch die Berichte wird auch deutlich, dass sich in sehr vielen Einheiten die Schwestern auf diesen Weg der Evaluierung und Erneuerung eingelassen haben. Sie suchen mutig nach Wegen, Zeuginnen des Lebens zu sein – Zeuginnen des salvatorianischen Charismas, der salvatorianischen Spiritualität und Sendung.
Die Vielfalt und die Lebendigkeit kommt auch in der Gestaltung des Morgengebets und des Gottesdienstes zum Ausdruck. Berührend war die Feier des Aschermittwoch. P. Milton Zonta, Mitglied des Generalats der Salvatorianer, feierte mit uns und lud uns ein, einander das Aschenkreuz weiter zu geben – mit einem Wort der Ermutigung für diese österliche Bußzeit. Wir gehen auf Ostern zu – auf die Auferstehung. Der gegenseitige Austausch, die Ermutigung, die davon ausgeht ist schon ein kleines Zeichen darauf hin.






Kongregationsrat
19-21. Februar
Am Freitag und am Samstag setzen wir, unterstützt von den Präsentationen und der nachfolgenden Gruppenarbeit, unsere Reise durch die Salvatorianische Welt fort. Wir nehmen wahr, dass sich in jeder Einheit die Schwestern zutiefst für die Menschen engagieren. Die Feier des Geburtstages der Seligen M. Maria von den Aposteln am 19. Februar ermöglichte eine tiefe Erfahrung unseres salvatorianischen Charismas – vor allem in der Gestaltung des Morgengebets und der Eucharistiefeier. Der Bericht aus der deutschen Provinz fiel auch auf diesen Tag. Uns allen wurde klar, wie viel die Kongregation jenen Schwestern verdankt, die unser Charisma in andere Länder getragen haben. Gerade unsere Gastgeberinnen hier in Brasilien waren sehr berührt.
Am Samstag Nachmittag bot sich Gelegenheit, einigen brasilianischen Traditionen zu begegnen. Eine „Gaucho Gruppe“ zeigte uns für die Gegend typische Volkstänze in farbenprächtigen Kostümen (unter denen sie wohl ziemlich schwitzen mussten) – und luden uns zum Mittanzen ein. Nicht mehr zum Mitmachen geeignet waren die Vorführungen von einigen Kindern und Jugendlichen: Capoeira – eine Art „Kampftanz“ – mit viel Artistik. Und schließlich bekamen wir noch einiges von der Begeisterung der LaiensalvatorianerInnen aus der nahegelegenen Pfarre mit! Die Freundlichkeit der Menschen hier ist umwerfend!
Am Sonntag machten wir uns dann auf zu einem Ausflug. Das Ziel der Reise war Morrentes, eine kleine historische Stadt im Staat Parana. In einem alten Zug fuhren wir durch den Urwald, Nationalpark, von 950 m auf 0 m. Die herrlichen Ausblicke, der Reichtum und die Vielfalt von Flora und Fauna werden uns sicher lange im Gedächtnis bleiben. In Morrentes besuchten wir eine kleine Kirche „Nossa Senhora de Porto“ – und genossen dann ein ausgezeichnetes, typisch brasilianisches Essen. Auf unserem Weg zurück nach Curitiba machten wir in Antonina Halt, ebenso eine kleine historische Stadt am Atlantik. So erreichten wir abends wieder Curitiba, bereichert mit vielen neuen Erfahrungen – und bereit, unsere Arbeit am Montag fortzusetzen.



22. – 25. Februar, 2010
Nach einem erlebnisreichen Sonntag setzten wir mit neuer Energie die Arbeit mit dem Bericht des Generalats fort. Der erste Teil des Berichts war in eine betende Atmosphäre eingebunden und bezog die Teilnehmerinnen auf vielfältige Weise ein. Wie wurden die Deklaration und die Prioritäten des XIX. Generalkapitels in der Periode von 2007 bis 2009 umgesetzt? Schwerpunkt lag vor allem auf den Prioritäten: a) unsere salvatorianische Spiritualität basierend auf dem Wort Gottes und unserem Charisma zu vertiefen – b) eine Kultur der Solidarität zu leben, in einem Prozess der ständigen persönlichen Umkehr, um inmitten von leidenden Menschen glaubwürdiger zu sein – c) auf eine ganzheitliche und unserer Kultur gemäßen Ausbildung zu achten, um auf die Zeichen der Zeit Antworten zu können.
Im zweiten Teil des Berichts beschäftigten wir uns in Gruppen, jeweils wieder aus den Perspektiven Organisation, Lebensstil, Sendung und Spiritualität mit dem Bericht über die Umsetzung der Erlässe und Entscheidungen des Generalkapitels. Am nächsten Tag präsentierte uns Sr. Martha Gloria Mesa SDS, Generalökonomin, den gut aufgearbeiteten und damit sehr verständlichen Finanzbericht und gab so einen Überblick über die Finanzsituation der gesamten Kongregation.
Der Blick auf all die verschiedenen Berichte ließ uns erkennen, dass in der Kongregation bedeutende Veränderungen unternommen wurden, damit wir heute unser Charisma und unseren Auftrag leben können. Wir schätzen diese Bewegung sehr. Alle Einheiten sind in den Evaluierungsprozess unseres Lebens und unserer Sendung auf Zukunft hin eingebunden.
Der 24. Februar war ein besonderer Tag. Bevor wir den nächsten Schritt planen, waren wir zur Reflexion und zum Gebet über das Thema: “Salvatorianisches Leben auf dem Weg in die Zukunft” eingeladen. Sr. Ermida Contini aus der Provinz Santa Catarina/Brasilien und Sr. Devanira Maria Silva aus der Provinz Sao Paulo gestalteten diesen Tag. Sie gaben Impulse zu unserem Charisma und unserer Sendung, zu den Herausforderungen, vor denen Ordensleben und Kirche heute stehen und luden uns mit ihren Fragen zur Reflexion ein. Wir stehen vor historischen Entscheidungen.
Die Zukunft Salvatorianischen Ordenslebens liegt in unserer Hand – in der Hand jeder einzelnen von uns. Es ist wichtig das zu erkennen und den Willen zu haben, Veränderungen anzugehen, uns zu riskieren – um unser Salvatorianisches Leben auf Zukunft hin zu gestalten – im Wissen – letztlich sind wir in Gottes Hand.


26.2. – 1.3.
Das Morgengebet von Sr. Maria Yaneth Moreno aus Kolumbien war eine wunderbare Einführung in den neuen Abschnitt unseres Treffens. Diese Tage waren davon geprägt, die Tendenzen in unserer Kongregation in Bezug auf Organisation, Lebensstil, Sendung und Spiritualität wahrzunehmen. Aus den Erfahrungen dieser Tage, aus dem Hören der Berichte tauschten wir in den bunt gemischten Arbeitsgruppen (Schwestern aus verschiedenen Kontinenten) zu jeweils einer Perspektive aus – um dann am Nachmittag in den sogenannten „Kontinentalgruppen“ (Schwestern aus dem gleichen Kontinent bzw. ähnlichen gesellschaftlichen Bedingungen) erste konkrete Schritte für unsere jeweiligen Einheiten zu überlegen. Ein sehr anregendes fruchtbares Arbeiten.
Am Freitag mussten wir uns von P. Milton Zonta SDS verabschieden. Er hatte all diese Tage mit uns verbracht und die abendliche Eucharistie mit uns gefeiert. In diesen – aber vor allem auch in seinen Abschiedsworten- wurde sein aufmerksames und feinfühliges Mitgehen spürbar. Er erwies sich als Mitbruder, den wir nun vermissen.
Am Wochenende feierten wir die Eucharistie mit der nahegelegenen Pfarrgemeinde und wurden dort sehr herzlich begrüßt. Mit den Menschen mitzufeiern ist auch eine gute Erfahrung – und drückt aus, dass wir bei den Menschen sein wollen.
Am Sonntag stand wieder ein Ausflug am Programm. Diesmal die Stadt Curitiba. Sie zählt 1,8 Millionen EinwohnerInnen (mit Vororten 6.5 Mio; vor 40 Jahren waren es noch 300.000). Es ist eine sehr lebenswerte Stadt mit vielen Grünflächen und einer anscheinend ausgezeichneten Verwaltung. Das öffentliche Schulsystem hier ist das beste in ganz Brasilien und auf Stadtplanung und Ökologie wird großer Wert gelegt. Wir besuchten die Altstadt mit einem riesigen Markt, den botanischen Garten, einen Aussichtsturm, eine weitere Parkanlage sowie das Museum „Oscar Niemeyer“ – das durch seine eigenwillige Architektur besticht. An diesem Regentag war es auch Treffpunkt von vielen Jugendlichen die für ein fröhliches Treiben sorgten. 





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