21. GENERALKAPITEL

28.11.2018/30.11.2018

 GCh 30th Nov (88)28. November:Bei strahlendem Sonnenschein und kaltem Wind machen wir uns früh auf den Weg Richtung Petersdom: die Audienz bei Papst Franziskus steht an. In der (warmen) Audienzhalle hören wir die Katechese des Papstes und seine Worte in vielen Sprachen. Wohl in keiner anderen Gruppe ist er so oft verstanden worden wie bei uns. 😉 Auch wir haben uns über den kleinen Jungen gefreut, der „frei, undiszipliniert aber frei“ (P. Franziskus) im vorderen Bereich spielte und ausprobierte, ob diese lustig angezogenen Figuren rechts und links von diesem Mann in weiß echte Menschen oder Puppen sind. Der Gardist hat der Prüfung stand gehalten und mit keiner Wimper gezuckt.
30.November: Es ist vollbracht! Das XXI. Generalkapitel ist offiziell beendet. Sr. Edith, die scheidende Generalleiterin, drückte ihren Dank für Gottes Führung und die Inspiration des Heiligen Geistes für diese Tage aus. Sie bedankte sich bei Delegierten, Übersetzerinnen und Übersetzern, Sprechern und bei den vielen Kapitularinnen, die neben den regulären Sitzungen auch in den verschiedensten Komitees mitgearbeitet haben. „Unser salvatorianischer Weg bedeutet, als Jüngerinnen mit dem Heiland zu sein. Dies charakterisiert unsere Reise des Friedens und der Gerechtigkeit mit den Menschen – Brücken bauend in der ganzen Welt.“
Nach mehr als vier Wochen sind die meisten froh, dass sie wieder nach Hause können. Aber das Ende des Kapitels bedeutet nur der Anfang der eigentlichen Arbeit. Schließlich muss das, was wir beschlossen haben, in den Einheiten umgesetzt werden.
Die Abschlussmesse wurde von P. Milton, Generalleiter der Salvatorianer, in Konzelebration mit mehreren Generalatsmitgliedern, gefeiert. Er wies besonders auf die Symbolkraft der heutigen Texte – wir feiern den Apostel Andreas – hin. Im Evangelium hörten wir von der Berufung der ersten Jünger. Jesus rief sie, und sie folgten ihm. P. Milton sagte, dass die Jünger „ohne ein Wort“ gingen, sie werden auch und besonders dadurch zu Jüngern, dass sie Jesus nachfolgen.
Jeder Teil des Gottesdienstes wurde von einer anderen Sprachgruppe gestaltet, auf ein spanisches Eingangslied folgte ein arabisches Kyrie, italienische Lesung, deutscher Antwortgesang, flämisches Alleluja… zur Gabenbereitung ein indischer Tanz … die Salvatorianische Welt ist bunt!
Nach dem Abendessen ging dann die Verabschiedungswelle los. Die ersten Schwestern fahren bereits morgen um 6 Uhr Richtung Flughafen. Auf Wiedersehen – irgendwann und irgendwo! Arrivederci Roma!

25.11.2018/26.11.2018

25.11.2018/26.11.2018

Sonntag, 25. November. Fast auf den Tag genau 130 Jahre, nachdem Terese von Wüllenweber Tivoli erreichte (27.11.1888) stand für die Teilnehmerinnen am XXI Generalkapitel ein Ausflug zum Ort der ersten Niederlassung und der Gründung auf dem Programm, sozusagen die Fortsetzung des Weges zu den salvatorianischen Stätten in Rom.
In der kleinen Kirche S. Antonio, für die die Schwestern der jungen Gründung seit 1895 zuständig waren, konnten wir in der Sakristei noch die Beschriftungen der Schubladen bewundern – von Salvatorianerinnen-Hand vor über 120 Jahren geschrieben. Von 1888 bis 1904 lebten Schwestern in drei verschiedenen Häusern in Tivoli. Zu allen drei Orten führte uns der Rundgang durch die Stadt. In der Kathedrale S. Lorenzo erlebten wir einen Familiengottesdienst mit.Trotz zum Teil starkem Regen war die Stimmung der Teilnehmerinnen hervorragend.
Group 4Montag, 26. November Auch, wenn die Generalleitung gewählt ist bleibt noch einiges zu tun. In Kleingruppen bearbeiten wir seit Samstag die Anträge der verschiedenen Einheiten bzw. des Generalates. Da geht es um Änderungen in unserer Lebensregel, Organisatorische Dinge (z.B. wie viele Delegierte werden zum nächsten Generalkapitel entsandt?), die Wünsche, Prioritäten der letzten sechs Jahre weiter zu führen usw. Bei letzterem z.B. muss in den Gruppen jeweils geprüft werden, ob die gewünschten Punkte nicht vielleicht ohnehin schon im neuen „Statement“ enthalten sind.
Jeder einzelne überarbeitete Vorschlag wird dann als Beschluss oder Verordnung durch die Kapitularinnen bestätigt. Wie bei Gesetzestexten gibt es erste, zweite und ggf. auch dritte “Lesungen”, ehe etwas endgültig abgesegnet wird.
Seit dem  Vormittag kennen wir auch die neue Generalvikarin, die gestern Nachmittag in der ersten Sitzung des neuen Generalates bestimmt wurde: Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen für Dein Amt, Sr. Lilly!

23.11.2018

23.11.2018

LILL

 Sr. Lilly Kurian

REN

 Sr. Renária Bezerra da Silva

JAC

Sr. Jacqueline Mwakasu Kona

EWA

  Sr. Ewa Tonacka

Wir haben gewählt und freuen uns, Ihnen das internationale Leitungsteam der Salvatorianerinnen vorstellen zu dürfen:
Sr. Lilly Kurian, 55, geboren in Idukki, Kerala (Indien), seit 2012 Mitglied des Generalates. Sie erwartet sich, dass durch eine größere Erfahrung Jesus Christus des Heilandes jedes Mitglied der Kongregation eine Brücke der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sein kann. Besonders bedeutungsvoll für Sie ist folgender Satz von P. Jordan: „In allem halte dich streng an die Wahrheit, denn Gott ist die Wahrheit!“ (GT I/82)
Sr. Renária Bezerra da Silva, 40, geboren in Barbalha, CE (Brasilien, Provinz Sao Paolo). In Ihrer Heimat ist sie für die Berufungspastoral und als spirituelle Begleiterin der Salvatorianischen Laien tätig. Ihr wichtiger Satz von P. Jordan nach dem Jubiläumsjahr: „Erneuere und bestärke dich oft in den drei göttlichen Tugenden, besonders in der hl. Hoffnung, wenn du im Kampf stehst!“ (GT I, 122). Für sie ist es wichtig, gemeinsam, über Kontinente und Einheiten hinweg, mit den unterschiedlichen Gaben und Kentnissen, die Brücken der Barmherzigkeit für das Leben der Menschen zu bauen.
Sr. Jacqueline Mwakasu Kona, 49, geboren in Kolwezi (Dem. Rep. Kongo), war u.a. als Lokaloberin in der Mission in Sambia. Sie ist Lehrerin und Sozialarbeiterin, und war als Ausbildungsleiterin der Kandidatinnen und Novizinnen tätig. Sie möchte vor allem durch die Begleitung von Kindern und Menschen in Not Brücken bauen. „Ihr“ Zitat von P. Jordan: „Es braucht nur eine Person, die mit apostolischem Eifer gefüllt ist, um eine ganze Nation zu entzünden.“
Sr. Ewa Tonacka, 56, geboren in Szczecin (Polen), ist zur Zeit Leiterin der polnischen Provinz. Der Satz: „Nicht vorwärts gehen heißt Rückschritte machen.“ (GT I/27) ist ihr im Jubiläumsjahr bedeutungsvoll geworden. Durch das Mit-den-Menschen-sein und als Zeuginnen der Liebe Jesu können wir als Kongregation Brücken der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit bauen.
Den neuen Generalkonsultorinnen viel Kraft für ihr neues Amt und Gottes reichen Segen!
Besonders freuen wir uns darüber, dass mit Sr. Jacqueline erstmalig eine afrikanische Mitschwester in das internationale Leitungsteam entsandt wurde. Jetzt sind alle Kontinente, auf denen Salvatorianerinnen leben, auch im Generalat vertreten. Die große Herausforderung einer internationalen Kongregation muss vom Generalatsteam im kleinen gelebt werden: die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher Muttersprachen. Arbeitssprache des Generalates ist Englisch.
Die Generalleiterin und ihr Konsultorium werden von der General-Ökonomin Sr. Brigitte Thalhammer (Österreich) und Generalsekretärin Sr. Juby Mathew (Indien) (und anderen Mitarbeiterinnen in der Verwaltung) unterstützt.

21.11.2018

21.11.2018

yanethDas XXI. Generalkapitel der Schwestern vom Göttlichen Heiland wählte am Morgen des 21. November 2018 Sr. Maria Yaneth Moreno Rodriguez zur 10ten Generaloberin. Sr. Maria Yaneth wurde 1964 in Rionegro, Santander (Kolumbien) geboren und legte am 8. Dezember 1985 ihre Profess ab. Seit 2012 ist sie Mitglied der Generalleitung und Vikarin (stellvertretende Generaloberin).
Ihre Hoffnung ist, dass jede Salvatorianerin die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in ihrem täglichen Leben, in der geschwisterlichen Verbundenheit ihrer Gemeinschaft und in ihrer Aufgabe, überall auf der Welt, leben kann. Besonders bedeutsam sind für sie in diesem Jubiläumsjahr (100ster Todestag Pater Franziskus Jordans) folgende Sätze aus der Kapitelansprachen P. Jordans vom 27.6.1894: „Eine besondere Hinterlassenschaft, wenn ich so sagen soll, möchte ich euch machen, und zwar ist dieses ein großes Gottvertrauen.“ und „Setzet alles Vertrauen auf den Herrn! In allen Ihren Kämpfen und Leiden und Wirken und Tun und Lassen! Unsere Hilfe kommt von oben.“
Die Wahl war das Ergebnis eines zweitägigen, von Respekt und Achtsamkeit geprägten intensiven Entscheidungsprozesses. Dieser wird nun für die Wahl der General-Konsultorinnen fortgesetzt.

19.11.2018

19.11.2018

Spirit

Der Entscheidungsprozess zur Wahl der Generalleiterin hat begonnen.
Er wird (voraussichtlich) am Mittwoch, 21. November beendet werden.
Wir bitten um das Gebet um einen guten Entscheidungsprozess und das Wirken und die Gaben des Heiligen Geistes – bei der Entscheidungsfindung und der Wahl, sowohl für die Wählerinnen, als auch für diejenigen, die vorgeschlagen werden.

 

 
 
 
Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.

15.11.2018-17.11.2018

15.11.2018 – 17.11.2018

GCh 17th Nov (98)Halbzeit! Am Abend des 15.November, war die Hälfte der Arbeitstage des Generalkapitels um. Nach der Arbeitseinheit am Vormittag, in der wir die zweite Fassung des Statements sowie weitere „Beschlüsse“ zur Salvatorianischen Familie berieten, war etwas Freizeit eingeplant.
Am späten Nachmittag trafen wir uns alle im Mutterhaus der Mitbrüder, wo P. Milton Zonta SDS, Generaloberer der Salvatorianer, zusammen mit zwei Mitgliedern des aktuellen Generalats mit uns Gottesdienst feierten. Vor dem Altar waren ein paar Erinnerungsstücke an P. Jordan dekoriert. Besonders wichtig für P. Jordan war einerseits der Globus, der auf seinem Tisch stand. Er repräsentiert unsere Internationalität. Unsere Sendung kennt keine Grenzen. Andererseits stand auch die Madonna zu sehen, in deren Hände P. Jordan kleine Zettelchen mit seinen dringendsten Bedürfnissen legte, und ihr so seine Anliegen anvertraute. Auch heute noch steckt immer ein Zettelchen in den Händen, denn die Fürsprache der Gottesmutter kann auch der heutige Generalobere und seine Gesellschaft (und auch die Schwestern und die ganze salvatorianische Familie) gut gebrauchen.
GCh 17th Nov (93)In seiner Predigt wies P. Milton besonders auf die Zeichen unserer salvatorianischen, apostolischen Identität hin, die im Mutterhaus sichtbar werden. Hier lebte P. Jordan, hier wurde die erste Generation der Salvatorianer und auch die ersten salvatorianischen Missionare ausgebildet – und von hier aus wurden sie ausgesandt. Neben der schon erwähnten Liebe zur Jungfrau Maria und dem Globus als Zeichen dafür, allen Menschen an allen Orten zu begegnen sind dies (neben weiteren) besonders auch die Statuen im Innenhof. P. Franziskus Jordan und Christus, der Heiland, stehen einander fast gegenüber, schauen sich gegenseitig an. Dieses „Spiel der Blicke“ unterstützt unser Charisma. Wir müssen uns von Christus ansehen lassen. Er schaut uns zuerst an und lädt uns ein, ihm zu folgen. Jesu Blick gibt uns Freude, Sinn und Richtung. Er verwandelt unser Herz und bewirkt ein Leben in der Sendung, im Dienst und in der Hingabe für ander.
Die mehrsprachige Feier endete mit einer kleinen Prozession in die Kapelle zum Sarkophag des Gründers. Hier beteten wirGCh 17th Nov (89) gemeinsam in sechs Sprachen die Litanei zu P. Franziskus Jordan, dass er Fürsprache für uns einlege. Zum Abschluss erhielt jede Teilnehmerin einen Rosenkranz. Dieser ist dem Rosenkranz unseres Gründers nachgebildet und wurde anlässlich des Jubiläumsjahrs zum 100sten Todestag angefertigt.
Anschließend ließen es sich die Mitbrüder nicht nehmen, uns zu einem Umtrunk in die Bibliothek einzuladen. Ein schöner Abschluss der gemeinsamen Zeit!
Es folgte ein Arbeitstag, an dem es nochmals um die Beschlüsse zur Salvatorianischen Familie ging. Am Nachmittag begann S. Carol, uns in den Entscheidungsprozess zur Wahl der neuen Generalleitung einzuführen. Vor allem ein respektvoller Dialog soll die Entscheidungszeit sowie die Wahl prägen.GCh 17th Nov (84)
Am Morgen des 17. November, dem Tag der Kontinentaltreffen, gab es im Morgengebet eine ganz besondere Herausforderung. Das Thema des Generalkapitels „Salvatorianische Frauen bauen Brücken der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit mit Menschen in aller Welt“ wurde handgreiflich. Jede einzelne sollte eine Brücke bauen. Zunächst für sich allein, dann mit anderen zusammen. Gar nicht so einfach! Aber es ist ja auch im Leben nicht leicht, Brücken der Barmherzigkeit zu bauen, weder zu sich selber, noch und mit anderen! Leonardo da Vinci hat es (mit Hölzern) vorgemacht, und die Kapitularinnen und Übersetzerinnen schafften es mit etwas Geduld auch.
Anschließend beschäftigten sich die Delegierten mit aktuellen Themen des je eigenen Kontinents. Für die Europäerinnen hieß dies unter anderem, die Statuten der neu entstandenen europäischen Leiterinnengruppe zu billigen.

14.11.2018

14.11.2018

GCh 13th Nov (8)GCh 14th Nov (3)Nach dem Tag mit P. Cedrik Prakash SJ begannen wir mit dem „Direction Setting Process“, d.h. mit der Arbeit an den Leitlinien für die nächsten Jahre. Sr. Annette begleitete uns in einer etwas längeren Reflexion zu einer etwas anderen Sicht des Begriffes „Sendung“. Nicht wir haben eine Sendung, nein, die Sendung (Jesu) hat uns. Dies scheint zu funktionieren, denn auf die Frage, welche Teile der Botschaft von P. Cedric für uns als Salvatorianerinnen heute wichtig sind, waren sich die Tischgruppen durchaus einig. Mit jeweils anderen Worten drehten sich die Rückmeldungen um zwei oder drei Punkte.
GCh 14th Nov (11)Am 14.11. präsentierte das Schreibkomitee einen ersten Entwurf des Statements. Es soll eine Antwort auf die folgende Frage geben: „Für welche Elemente unseres Sendungsauftrags möchten wir in dieser Zeit in Kirche, Welt und der Geschichte unserer Kongregation unsere kostbare Zeit und Energie sowie unsere Ressourcen verwenden? Natürlich gibt es noch etliche Anmerkungen, die die Gruppe einarbeiten wird, aber insgesamt wurde der Entwurf bereits sehr beklatscht. Jetzt dürfen die Mitglieder des Schreibkomitees weiter arbeiten und die Vorschläge und Hinweise der Kapitularinnen einarbeiten, dann geht der Text erneut ins Plenum, um diskutiert (und verändert) zu werden.
Am Nachmittag beschäftigten wir uns erstmals mit einigen „Proposals“. VerschiedeneGCh 14th Nov (15) Einheiten, das Generalat und auch die drei Leitungsteams der drei Zweige unserer salvatorianischen Familie haben Vorschläge gemacht, die im Kapitel abgestimmt werden müssen. Heute ging es um die Vorschläge zum Thema „Salvatorianische Familie“. Die Texte sind bereits durch die Generalversammlung der „Internationalen Vereinigung vom göttlichen Heiland“ (die Laien-SalvatorianerInnen) sowie das Generalkapitel der Mitbrüder abgestimmt. Jetzt sind wir gebeten, ebenfalls zuzustimmen bzw. Anmerkungen zu machen. Da die drei „Generalkapitel“ nicht gleichzeitig stattfinden können wir keine Endfassung verabschieden. Dies darf durch eine kleine Gruppe aus allen drei Generalaten später geschehen.
Eine Hürde bei allen Dokumenten ist die Sprache. Die Texte werden in Englisch formuliert und abgestimmt. Alle, die nicht Muttersprachler sind, hören da manche Wortbedeutung anders als andere. Und so manche Übersetzung hat wieder ihre eigenen Haken. Da heißt es wirklich gut und wohlwollend zuhören, um den eigentlichen Sinn hinter den Texten zu verstehen.
Der Kapiteltag endete mit einer von den Einheiten USA und England vorbereiteten Eucharistiefeier.

12.11.2018

12.11.2018

GCh 12th Nov (9)Der erste Teil des Kapitels, in dem wir damit begonnen haben, die Berichte der Einheiten und des Generalates zu analysieren und die Schlüsselelemente für die Kongregation herauszufinden, endete mit dem Finanzbericht der GCh 12th Nov (5)Generalökonomin, sowie einem ausführlichen Fund-Raising Report durch Frau Ursula Schulten, die für das Generalat das Projektbüro „Share global“ leitet. Von hier aus werden salvatorianische Projekte in aller Welt unterstützt.
Nach so vielen Zahlen und Informationen waren die Delegierten froh, dass es am Samstag die Möglichkeit gab, alles sacken zu lassen. Sr. Annette führte uns mit einem Impuls zum „Magnificat“ in eine persönliche Reflexionszeit, Sr. Carol regte für den Nachmittag das Nachdenken über den Prozess bis jetzt und die je eigenen Erfahrungen an. Beide Zeiten mündeten in einen Austausch in den Tischgruppen.
GCh 12th Nov (24)Der Sonntag ist arbeitsfrei. Bei schönstem römischem Herbstwetter machte sich ein Großteil der Kapitelteilnehmerinnen auf einen salvatorianischen Pilgerweg zu den Stätten unserer Gründer durch Rom. Er begann schon am Vorabend mit einer Vesper im Mutterhaus, am Grab unserer Gründerin Therese von Wüllenweber, der Seligen Maria von den Aposteln. Der eigentliche Weg führte dann an den ersten beiden Mutterhäusern der Schwestern in Rom vorbei. Nach einem Gottesdienst im Campo Santo Teutonico (hier, auf dem deutschen Friedhof im Vatican war Mutter Maria zunächst beerdigt worden) konnten wir auf der Dachterrasse des „Vaterhauses“ – des Hauses, in dem P. Jordan lebte und in dem noch heute das Generalat der Mitbrüder ist – die Mittagspause verbringen. Ein Besuch in Santa Brigida, wo die Pater Jordan seit Dezember 1880 lebte und wo er am 8. Dezember 1881 die ApostolischeGCh 12th Nov (17) Lehrgesellschaft gründete, rundete den Weg ab.
Die dritte Woche des Kapitels begann am 12.11. mit einem „Studientag“. P. Cedric Prakash SJ, indischer Jesuit und Menschenrechtsaktivist, war als Sprecher eingeladen. Aus seiner Sicht behandelte P. Prakash die drei Themenkreise, die uns auch während der Berichte der Einheiten begegnet sind. Die „Welt in der wir leben“ als Kontext der acht Hauptanliegen, die er vorstellte: Anstieg der „rechten“ Politik, Krieg und Gewalt, die Rolle der Waffenindustrie, Flüchtlinge, Umweltzerstörung, „Zur-Ware-werden“ von Frauen, aufgehende Schere zwischen reich und arm und Globalisierung der Gleichgültigkeit. Dies alles fordert heraus. Er rief uns auf, unsere Stimme zu erheben und aufmerksam zu sein auf das, was wirklich wichtig ist.  Es darf in unserem Leben nicht um Rituale gehen, die Aufmerksamkeit muss auf dem liegen, was Gott uns sagen will. Kontemplation in Aktion. Er forderte uns zu ungezügeltem Mut heraus, auch die kleinen Dingen des Alltags außerordentlich zu tun, sowie zu größerem Mitgefühl. Damit meinte er, dass es nicht ausreicht, den Armen z.B. Essen zu geben. Wir müssen auch deutlich und laut nach den Ursachen der Armut fragen und durch Hartnäckigkeit dafür sorgen, dass die Welt besser wird.

8.11.2018

8.11.2018

GCh 8th Nov (184)Die zweite Woche des Generalkapitels begann nach dem sonntäglichen Ruhetag mit der Fortsetzung der Berichten aus den Einheiten. Kolumbien, Kongo, Polen, Philippinen, Süd-Tirol, Deutschland, Tanzania, Belgien, Heilig Land, Rom (Mutterhaus), England und Indien  –  eine bunte Reise um die Welt. Ms. Rita van Olmen, Mitglied der Generalleitung der ICDS (International Community of the Divine Savior), brachte uns Grüße und berichtete von der 3. Generalversammlung der ICDS, die im August in Belgien stattgefunden hat.GCh 8th Nov (97)
Die Delegierten berichteten über die Situation in ihren jeweiligen Einheiten und Ländern. Auch, wenn es „nur“ 10 Minuten Zeit für den Report, und 10 Minuten Zeit für Rückfragen gab – irgendwie waren alle ein bisschen aufgeregt und dann froh, wenn’s vorbei war.
Nach jeweils zwei oder drei Berichten mussten die Tischgruppen arbeiten. Jede einzelne Schwester überlegte, welche drei „kritischen“ Punkte sie in den Berichten gehört hatte, welche Themen für die Kongregation aktuell wichtig sind bzw. wichtig werden könnten. Am Tisch einigten wir uns dann auf 3 bis 5 Punkte. Das „Sortierkomitee“ hatte dann die Aufgabe, Oberbegriffe zu finden. Mit diesen (und den dazugehörigen Stichworten) werden wir ab morgen weiterarbeiten, um die Prioritäten für die nächsten Jahre herauszufinden und zu formulieren.
GCh 8th Nov (91)Wenn die Berichte sozusagen „Zugfahrten“ durch die jeweilige Länder waren, so ist der Bericht des Generalates eine Reise mit dem Flugzeug – wenn jemand die Übersicht über die Kongregation hat, dann die Generalatsmitglieder.
In vier Gruppen wurden die Delegierten an verschiedenen Orten des Hauses durch Präsentationen, Bilder, kurze Berichte und Austausch durch die sechs Jahre der Amtszeit geführt. Jede der vier Gruppen erhielt dann die Aufgabe, einen der „Räume“ im Plenum vorzustellen. Dabei zeigte sich die Kreativität aller.
Die Morgengebete und abendlichen Eucharistiefeiern werden jeweils von den Schwestern einer Einheit vorbereitet. Hier wird die Buntheit und Vielfalt der Spiritualität und Internationalität der Kongregation ganz besonders deutlich.

3.11.2018

3.11.2018

DSC_3042Die Formalitäten der Eröffnung sind vorbei. P. Milton Zonta, der Generalobere der Salvatorianer, kam heute nochmals zu uns, um uns nun auch offiziell die Grüße der Salvatorianer weltweit zu bringen. In seinem Grußwort breitete er das missionarische Bild des Brückenbauens aus. DSC_3107Gemeinsam arbeiten wir daran, dass die Menschen zusammenkommen. Der Auftraggeber ist der Heilige Geist, der uns ruft, neue Wege zu erschließen. Das heißt auch, unser Charisma im und für das Heute zu aktualisieren. Durch die reiche Vielfalt unter uns und begleitet und unterstützt von den Salvatorianern in der ganzen Welt können wir auf diesen Ruf antworten.
Sr. Annette Havenne SM führte uns in einer längeren Betrachtung zum Thema „bewegliche Beziehungen“. Damit eine Brücke nicht zusammenbricht muss sie Spannungen aushalten können und flexibel (beweglich) sein. Dazu kann folgendes helfen: 1) sich nicht absondern, sondern Vertrauen zu sich und anderen schaffen, 2) Zur inneren Freiheit gelangen, 3. Die Bande der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft vertiefen, 4) andere einschließen statt auszuschließen und 5) Vergebung üben.
DSC_3135Anschließend begann Sr. Carol Shinnick, die Kapitularinnen in die Arbeit mit den Einheits-Berichten einzuführen. Nach jedem Bericht konnten Verständnisfragen gestellt werden. Nach jeweils zwei Berichten ging es daran, die Hauptpunkte herauszufinden. Jede einzelne brachte drei Punkte in das Gespräch der eigenen Tischgruppe ein. Jede Tischgruppe fasste diese Punkte in 3-5 Punkte zusammen. Die Aufgabe der „Sortierungsgruppe“ ist es nun, die Rückmeldungen aller Tischgruppen weiter zu clustern. Auf diese Art und Weise werden wir in der kommenden Woche eine Übersicht haben, was weltweit die aktuell wichtigen Themen sind.
Gestern und heute berichteten die Schwestern aus Sri Lanka, den USA, Brasilien Provinz Sao Paolo, Österreich (mit Ungarn), Malaysia, Italien (mit Albanien) und Brasilien Provinz Santa Catharina aus ihren Einheiten.
Auf der Facebook-Seite der Kongregation „Salvatorian Sisters International“ finden Sie auch zu den nächsten Tagen weitere Bilder. https://www.facebook.com/SalvatorianSistersIntl/  Die nächsten Nachrichten hier folgen voraussichtlich am 9. November. 

1.11.2018

1.11.2018

DSC_2580Heute ist es soweit. Nach langen Vorbereitungen in den Einheiten und v.a. auch hier in Rom, kann das XXI. Generalkapitel der Schwestern vom Göttlichen Heiland heute eröffnet werden. Die Kapitularinnen ziehen paarweise zu den Klängen des „Veni sancte spiritus“ in die Aula ein. Die Hände der Schwestern bilden symbolisch die Brücken zwischen Kontinenten. Alle 56 Kapitularinnen, gewählte Delegierte aus 19 Einheiten, die 27 Länder und 4 Kontinente vertreten, werden von Sr. Edith Bramberger einzeln aufgerufen und begrüßt. „Here I am!“ „Hier bin ich!“ „Me voici!“ „Oto jestem!“ „Hier ben ik!“ „Eccomi qui!“.- die Sprachenvielfalt wird deutlich.

In sechs Übersetzerkabinen wechseln sich Mitschwestern bzw. MitarbeiterInnen ab, so dass simultan 7 Sprachen durch die Kopfhörer dringen: Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Polnisch und Deutsch.DSC_2484

In Ihrer Eröffnungsrede ging Sr. Edith auf die Schätze ein, die uns als Salvatorianerinnen geschenkt sind: Universalität, Rettung/Heil, Vertrauen, apostolisch, Mission, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Verkündigung und Menschen.

DSC_2777Die Eröffnungsrede der Generalleiterin, Sr. Edith Bramberger, können Sie auf Facebook (in Englisch) nachhören. 

Kardinal Joao Braz de Aviz, Präfekt der „Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens“ feierte mit uns den Eröffnungsgottesdienst. In seiner Ansprache betonte er die Würde eines jeden Menschen. Ohne die Ordensfrauen, ohne Frauen allgemein geht es in der Kirche nicht.

Auch von den Mitbrüdern erhielten wir hohen Besuch: Sowohl P. Milton Zonta, der Generalobere, als auch P. Raúl Gomez Ruíz, waren bei der Eröffnung unseres Kapitels dabei.DSC_2246

Der Nachmittag verging mit den verschiedensten Punkten, die zum Beginn vieler Sitzungen stehen: Bestätigung der Tagesordnung, Abstimmung über die Zusammensetzung der Kommissionen, Bestätigung der Kapitel-Sekretärin, Protokollantinnen, Stimmenzählerinnen…  Auch Sr. Annette Havenne SM, die geistliche Begleiterin der Tage, und Sr. Carol Shinnick SSND, die Moderatorin, führten uns jede auf ihre Weise in das Kapitel ein.

Auf der Facebook-Seite der Kongregation „Salvatorian Sisters International“ finden Sie weitere Bilder zum Tag. https://www.facebook.com/SalvatorianSistersIntl/ 

 

 

Delegierten

 

 

Personal Generalkapitel