21. GENERALKAPITEL

14.11.2018

GCh 13th Nov (8)GCh 14th Nov (3)Nach dem Tag mit P. Cedrik Prakash SJ begannen wir mit dem „Direction Setting Process“, d.h. mit der Arbeit an den Leitlinien für die nächsten Jahre. Sr. Annette begleitete uns in einer etwas längeren Reflexion zu einer etwas anderen Sicht des Begriffes „Sendung“. Nicht wir haben eine Sendung, nein, die Sendung (Jesu) hat uns. Dies scheint zu funktionieren, denn auf die Frage, welche Teile der Botschaft von P. Cedric für uns als Salvatorianerinnen heute wichtig sind, waren sich die Tischgruppen durchaus einig. Mit jeweils anderen Worten drehten sich die Rückmeldungen um zwei oder drei Punkte.
GCh 14th Nov (11)Am 14.11. präsentierte das Schreibkomitee einen ersten Entwurf des Statements. Es soll eine Antwort auf die folgende Frage geben: „Für welche Elemente unseres Sendungsauftrags möchten wir in dieser Zeit in Kirche, Welt und der Geschichte unserer Kongregation unsere kostbare Zeit und Energie sowie unsere Ressourcen verwenden? Natürlich gibt es noch etliche Anmerkungen, die die Gruppe einarbeiten wird, aber insgesamt wurde der Entwurf bereits sehr beklatscht. Jetzt dürfen die Mitglieder des Schreibkomitees weiter arbeiten und die Vorschläge und Hinweise der Kapitularinnen einarbeiten, dann geht der Text erneut ins Plenum, um diskutiert (und verändert) zu werden.
Am Nachmittag beschäftigten wir uns erstmals mit einigen „Proposals“. VerschiedeneGCh 14th Nov (15) Einheiten, das Generalat und auch die drei Leitungsteams der drei Zweige unserer salvatorianischen Familie haben Vorschläge gemacht, die im Kapitel abgestimmt werden müssen. Heute ging es um die Vorschläge zum Thema „Salvatorianische Familie“. Die Texte sind bereits durch die Generalversammlung der „Internationalen Vereinigung vom göttlichen Heiland“ (die Laien-SalvatorianerInnen) sowie das Generalkapitel der Mitbrüder abgestimmt. Jetzt sind wir gebeten, ebenfalls zuzustimmen bzw. Anmerkungen zu machen. Da die drei „Generalkapitel“ nicht gleichzeitig stattfinden können wir keine Endfassung verabschieden. Dies darf durch eine kleine Gruppe aus allen drei Generalaten später geschehen.
Eine Hürde bei allen Dokumenten ist die Sprache. Die Texte werden in Englisch formuliert und abgestimmt. Alle, die nicht Muttersprachler sind, hören da manche Wortbedeutung anders als andere. Und so manche Übersetzung hat wieder ihre eigenen Haken. Da heißt es wirklich gut und wohlwollend zuhören, um den eigentlichen Sinn hinter den Texten zu verstehen.
Der Kapiteltag endete mit einer von den Einheiten USA und England vorbereiteten Eucharistiefeier.

12.11.2018

12.11.2018

GCh 12th Nov (9)Der erste Teil des Kapitels, in dem wir damit begonnen haben, die Berichte der Einheiten und des Generalates zu analysieren und die Schlüsselelemente für die Kongregation herauszufinden, endete mit dem Finanzbericht der GCh 12th Nov (5)Generalökonomin, sowie einem ausführlichen Fund-Raising Report durch Frau Ursula Schulten, die für das Generalat das Projektbüro „Share global“ leitet. Von hier aus werden salvatorianische Projekte in aller Welt unterstützt.
Nach so vielen Zahlen und Informationen waren die Delegierten froh, dass es am Samstag die Möglichkeit gab, alles sacken zu lassen. Sr. Annette führte uns mit einem Impuls zum „Magnificat“ in eine persönliche Reflexionszeit, Sr. Carol regte für den Nachmittag das Nachdenken über den Prozess bis jetzt und die je eigenen Erfahrungen an. Beide Zeiten mündeten in einen Austausch in den Tischgruppen.
GCh 12th Nov (24)Der Sonntag ist arbeitsfrei. Bei schönstem römischem Herbstwetter machte sich ein Großteil der Kapitelteilnehmerinnen auf einen salvatorianischen Pilgerweg zu den Stätten unserer Gründer durch Rom. Er begann schon am Vorabend mit einer Vesper im Mutterhaus, am Grab unserer Gründerin Therese von Wüllenweber, der Seligen Maria von den Aposteln. Der eigentliche Weg führte dann an den ersten beiden Mutterhäusern der Schwestern in Rom vorbei. Nach einem Gottesdienst im Campo Santo Teutonico (hier, auf dem deutschen Friedhof im Vatican war Mutter Maria zunächst beerdigt worden) konnten wir auf der Dachterrasse des „Vaterhauses“ – des Hauses, in dem P. Jordan lebte und in dem noch heute das Generalat der Mitbrüder ist – die Mittagspause verbringen. Ein Besuch in Santa Brigida, wo die Pater Jordan seit Dezember 1880 lebte und wo er am 8. Dezember 1881 die ApostolischeGCh 12th Nov (17) Lehrgesellschaft gründete, rundete den Weg ab.
Die dritte Woche des Kapitels begann am 12.11. mit einem „Studientag“. P. Cedric Prakash SJ, indischer Jesuit und Menschenrechtsaktivist, war als Sprecher eingeladen. Aus seiner Sicht behandelte P. Prakash die drei Themenkreise, die uns auch während der Berichte der Einheiten begegnet sind. Die „Welt in der wir leben“ als Kontext der acht Hauptanliegen, die er vorstellte: Anstieg der „rechten“ Politik, Krieg und Gewalt, die Rolle der Waffenindustrie, Flüchtlinge, Umweltzerstörung, „Zur-Ware-werden“ von Frauen, aufgehende Schere zwischen reich und arm und Globalisierung der Gleichgültigkeit. Dies alles fordert heraus. Er rief uns auf, unsere Stimme zu erheben und aufmerksam zu sein auf das, was wirklich wichtig ist.  Es darf in unserem Leben nicht um Rituale gehen, die Aufmerksamkeit muss auf dem liegen, was Gott uns sagen will. Kontemplation in Aktion. Er forderte uns zu ungezügeltem Mut heraus, auch die kleinen Dingen des Alltags außerordentlich zu tun, sowie zu größerem Mitgefühl. Damit meinte er, dass es nicht ausreicht, den Armen z.B. Essen zu geben. Wir müssen auch deutlich und laut nach den Ursachen der Armut fragen und durch Hartnäckigkeit dafür sorgen, dass die Welt besser wird.

8.11.2018

8.11.2018

GCh 8th Nov (184)Die zweite Woche des Generalkapitels begann nach dem sonntäglichen Ruhetag mit der Fortsetzung der Berichten aus den Einheiten. Kolumbien, Kongo, Polen, Philippinen, Süd-Tirol, Deutschland, Tanzania, Belgien, Heilig Land, Rom (Mutterhaus), England und Indien  –  eine bunte Reise um die Welt. Ms. Rita van Olmen, Mitglied der Generalleitung der ICDS (International Community of the Divine Savior), brachte uns Grüße und berichtete von der 3. Generalversammlung der ICDS, die im August in Belgien stattgefunden hat.GCh 8th Nov (97)
Die Delegierten berichteten über die Situation in ihren jeweiligen Einheiten und Ländern. Auch, wenn es „nur“ 10 Minuten Zeit für den Report, und 10 Minuten Zeit für Rückfragen gab – irgendwie waren alle ein bisschen aufgeregt und dann froh, wenn’s vorbei war.
Nach jeweils zwei oder drei Berichten mussten die Tischgruppen arbeiten. Jede einzelne Schwester überlegte, welche drei „kritischen“ Punkte sie in den Berichten gehört hatte, welche Themen für die Kongregation aktuell wichtig sind bzw. wichtig werden könnten. Am Tisch einigten wir uns dann auf 3 bis 5 Punkte. Das „Sortierkomitee“ hatte dann die Aufgabe, Oberbegriffe zu finden. Mit diesen (und den dazugehörigen Stichworten) werden wir ab morgen weiterarbeiten, um die Prioritäten für die nächsten Jahre herauszufinden und zu formulieren.
GCh 8th Nov (91)Wenn die Berichte sozusagen „Zugfahrten“ durch die jeweilige Länder waren, so ist der Bericht des Generalates eine Reise mit dem Flugzeug – wenn jemand die Übersicht über die Kongregation hat, dann die Generalatsmitglieder.
In vier Gruppen wurden die Delegierten an verschiedenen Orten des Hauses durch Präsentationen, Bilder, kurze Berichte und Austausch durch die sechs Jahre der Amtszeit geführt. Jede der vier Gruppen erhielt dann die Aufgabe, einen der „Räume“ im Plenum vorzustellen. Dabei zeigte sich die Kreativität aller.
Die Morgengebete und abendlichen Eucharistiefeiern werden jeweils von den Schwestern einer Einheit vorbereitet. Hier wird die Buntheit und Vielfalt der Spiritualität und Internationalität der Kongregation ganz besonders deutlich.

3.11.2018

3.11.2018

DSC_3042Die Formalitäten der Eröffnung sind vorbei. P. Milton Zonta, der Generalobere der Salvatorianer, kam heute nochmals zu uns, um uns nun auch offiziell die Grüße der Salvatorianer weltweit zu bringen. In seinem Grußwort breitete er das missionarische Bild des Brückenbauens aus. DSC_3107Gemeinsam arbeiten wir daran, dass die Menschen zusammenkommen. Der Auftraggeber ist der Heilige Geist, der uns ruft, neue Wege zu erschließen. Das heißt auch, unser Charisma im und für das Heute zu aktualisieren. Durch die reiche Vielfalt unter uns und begleitet und unterstützt von den Salvatorianern in der ganzen Welt können wir auf diesen Ruf antworten.
Sr. Annette Havenne SM führte uns in einer längeren Betrachtung zum Thema „bewegliche Beziehungen“. Damit eine Brücke nicht zusammenbricht muss sie Spannungen aushalten können und flexibel (beweglich) sein. Dazu kann folgendes helfen: 1) sich nicht absondern, sondern Vertrauen zu sich und anderen schaffen, 2) Zur inneren Freiheit gelangen, 3. Die Bande der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft vertiefen, 4) andere einschließen statt auszuschließen und 5) Vergebung üben.
DSC_3135Anschließend begann Sr. Carol Shinnick, die Kapitularinnen in die Arbeit mit den Einheits-Berichten einzuführen. Nach jedem Bericht konnten Verständnisfragen gestellt werden. Nach jeweils zwei Berichten ging es daran, die Hauptpunkte herauszufinden. Jede einzelne brachte drei Punkte in das Gespräch der eigenen Tischgruppe ein. Jede Tischgruppe fasste diese Punkte in 3-5 Punkte zusammen. Die Aufgabe der „Sortierungsgruppe“ ist es nun, die Rückmeldungen aller Tischgruppen weiter zu clustern. Auf diese Art und Weise werden wir in der kommenden Woche eine Übersicht haben, was weltweit die aktuell wichtigen Themen sind.
Gestern und heute berichteten die Schwestern aus Sri Lanka, den USA, Brasilien Provinz Sao Paolo, Österreich (mit Ungarn), Malaysia, Italien (mit Albanien) und Brasilien Provinz Santa Catharina aus ihren Einheiten.
Auf der Facebook-Seite der Kongregation „Salvatorian Sisters International“ finden Sie auch zu den nächsten Tagen weitere Bilder. https://www.facebook.com/SalvatorianSistersIntl/  Die nächsten Nachrichten hier folgen voraussichtlich am 9. November. 

1.11.2018

1.11.2018

DSC_2580Heute ist es soweit. Nach langen Vorbereitungen in den Einheiten und v.a. auch hier in Rom, kann das XXI. Generalkapitel der Schwestern vom Göttlichen Heiland heute eröffnet werden. Die Kapitularinnen ziehen paarweise zu den Klängen des „Veni sancte spiritus“ in die Aula ein. Die Hände der Schwestern bilden symbolisch die Brücken zwischen Kontinenten. Alle 56 Kapitularinnen, gewählte Delegierte aus 19 Einheiten, die 27 Länder und 4 Kontinente vertreten, werden von Sr. Edith Bramberger einzeln aufgerufen und begrüßt. „Here I am!“ „Hier bin ich!“ „Me voici!“ „Oto jestem!“ „Hier ben ik!“ „Eccomi qui!“.- die Sprachenvielfalt wird deutlich.

In sechs Übersetzerkabinen wechseln sich Mitschwestern bzw. MitarbeiterInnen ab, so dass simultan 7 Sprachen durch die Kopfhörer dringen: Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Polnisch und Deutsch.DSC_2484

In Ihrer Eröffnungsrede ging Sr. Edith auf die Schätze ein, die uns als Salvatorianerinnen geschenkt sind: Universalität, Rettung/Heil, Vertrauen, apostolisch, Mission, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Verkündigung und Menschen.

DSC_2777Die Eröffnungsrede der Generalleiterin, Sr. Edith Bramberger, können Sie auf Facebook (in Englisch) nachhören. 

Kardinal Joao Braz de Aviz, Präfekt der „Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens“ feierte mit uns den Eröffnungsgottesdienst. In seiner Ansprache betonte er die Würde eines jeden Menschen. Ohne die Ordensfrauen, ohne Frauen allgemein geht es in der Kirche nicht.

Auch von den Mitbrüdern erhielten wir hohen Besuch: Sowohl P. Milton Zonta, der Generalobere, als auch P. Raúl Gomez Ruíz, waren bei der Eröffnung unseres Kapitels dabei.DSC_2246

Der Nachmittag verging mit den verschiedensten Punkten, die zum Beginn vieler Sitzungen stehen: Bestätigung der Tagesordnung, Abstimmung über die Zusammensetzung der Kommissionen, Bestätigung der Kapitel-Sekretärin, Protokollantinnen, Stimmenzählerinnen…  Auch Sr. Annette Havenne SM, die geistliche Begleiterin der Tage, und Sr. Carol Shinnick SSND, die Moderatorin, führten uns jede auf ihre Weise in das Kapitel ein.

Auf der Facebook-Seite der Kongregation „Salvatorian Sisters International“ finden Sie weitere Bilder zum Tag. https://www.facebook.com/SalvatorianSistersIntl/ 

 

 

Delegierten

 

 

Personal Generalkapitel